gelesenen Bücher 2022 – 11 Leseempfehlungen

Ich weis, eigenlich soll es ihr ums Zeichnen gehen, aber ich möchte diesen Blog ab und an auch für anderes nutzen und darum beschäftige ich mich hiermitmeinen gelesenen Bücher 2022.
Liebt Ihr Bücher auch so sehr wie ich? Ich tue es heiß und innig. Mich fasziniert es, was andere sich ausdenken können und wie dieses Worte in unseren Köpfen Gestalt annehmen.

„A reader lives a thousand lives before he dies. The man who never reads lives only once.“ 
George R.R. Martin
Gefunden auf: https://www.myzitate.de/george-r-r-martin/

Und Manchmal bringe ich diese Bilder auch zu Papier. Bücher gehören also zu meinen Inspirationsquellen, was die Berechtigung dieses Beitrags auf diesem Blog doch etwas erhört. Denn schließlich geht es auch hier um Kreativität und so sie zu finden ist.
Ich habe mich entschlossen, wenig über den Inhalt zu sagen. Die Bücher sind alle  verlinkt (Affiliat-Links), falls sie dich interessieren dann kannst du dort gerne nachlesen.
Also starten wir einmal mit meiner laienhaften Buchvorstellung :)…

Übrigens: hier geht´s zu meinen Goodreads-Accont.

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meine Bücher 2022

Der Judas-Schrein von Andreas Gruber *
Genre: Horror, Seitenzahl 534, Erscheinungsjahr 2020 Ι 3,5Sterne

Ich wollte es lesen, da es in diesen Buch Lovecraft – Parallelen gibt und H.P. Lovecraft ist, für mich, einer der faszinierendsten Autoren der Welt. Ich habe diese Parallelen auch bekommen, trotzdem kann da ieses Buch auch sehr gut alleine stehen.

 Obwohl ich nicht viele Ermittlerromane kenne, erschien mir die Ausgangssituation – Kommissar, kehrt in seine alte, verhasste Heimat zurück und deckt dunkle Geheimnisse auf, die mit seiner eigenen Geschichte verknüpft sind – doch sehr bekannt. Es ist ein solider Horrorroman mit einem scheinbar unverwüstlichen Protagonisten. Denn egal was Kommissar Alex Körner zustößt, er steht einfach immer wieder auf (was ab einen gewissen Punkt sehr unrealistisch war und mich an jeden X-beliebigen Actionfilm erinnert hat).
Nichtsdestotrotz fand ich das Buch sehr unterhaltsam, da besonders das Setting, des „altes von der Welt abgeschnittenen Bergdorfs in dem seltsame Dinge passieren“, genau mein Ding ist.

Ich bin Circe von Madeline Miller *
Genre: Roman, Seitenzahl 517, Erscheinungsjahr 2019 Ι 4 Sterne

„Ich bin Circe“ ein absolutes Hype-Buch und ich war angefixt.

Ich mag die Idee, Mythen zeitgenössisch
nachzuerzählen. Dieses Buch tut genau dass was es soll, es erzählt
die Geschichte der Nymphe Circe, die auf eine einsame Insel verbannt
wird, dort selbstbestimmt zu leben lernt und sich zu einer mächtigen Zauberin
entwickelt.

Ich scheine nicht der Type für Hype Bücher zu sein, da ich
sofort unrealistische Erwartungen entwickle. Gut fand ich das Buch
trotzdem. Es erzählt Circes Geschichte und reist die Geschichte weiterer
mythischer Personen an. Das Buch hat seine Längen. Ich habe nix
gegen Längen, aber teilweise waren die mir wirklich zu laaaaaang.
Trotzdem fand ich es sehr unterhaltsam, außerdem muss ich Ihm zugute
halten, dass es einen einfachen Einstieg in die griechische
Mythologie bietet. Mann braucht kein Vorwissen, um sich in diesem
Buch zurechtzufinden. 

Es hat von mir 4 Sterne bekommen, da man so wunderbar in der Geschichte versinken kann. Den Hype verstehe ich trotzdem nicht ganz.

Der Elefant von Martin Suter *
Genre: Gegenwartsliteratur, Seitenzahl 352, Erscheinungsjahr 2017,
als E-Book gelesen Ι 3 Sterne

Absurd, herzerwärmend und der beste erste Satz, den ich seid langem gelesen habe. Trotzdem, für mich nur ein durchschnittliches Leseerlebnis, von dem wenig blieb. Obwohl ich die Message mochte, habe ich diese größtenteils schon wieder vergessen.
Es geht um einen kleinen, leuchtenden, rosa Elefant, der plötzlichen im Unterschlupf des Obdachlosen Schoch auftaucht. Der Elefant ist das Ergebnis einer Versuchsreihe, die der Genforscher Roux durchführte. Doch der kleine Elefant kommt aus dem Genlabor frei und landet bei Schoch. Er versucht ihn vor Roux zu schützen, der den kleinen Elefant als sein Eigentum betrachtet.

Wirklich nice. Es geht darum, wie der Mensch versucht sich die Natur zum Untertan zu machen und somit geht auch darum, wo der Menschen im Kontext zu der Natur steht.
Den handelnden Personen werden hierbei klare Motive zugewiesen. So ist Schoch der „Gute“ er handelt selbstlos und idealistisch. Der Genforscher Roux und sein Partner handeln skrupellos und aus Profitgier. Alles in allem sind die Charaktere einfach in gut und böse zu unterteilen. Da in dieser ganzen Erzählung jedoch etwas mädchenhaftes mitschwingt, fand ich diese Darstellung jedoch passend.

Frankenstein von Mary Shelly*
Genre: Horror, Seitenzahl 304, Erscheinungsjahr 1818 Ι 4 Sterne

Fasst ein neues Lieblingsbuch!!! Ich kann mich nur allem positiven
Stimmen anschließen. „Frankenstein“ ist ein Meisterwerk.
Es ist so feinfühlig, so weitsichtig und so klug geschrieben, ich
war begeistert.

Muss man den Inhalt noch einmal
zusammenfassen? Ich glaube nicht. Die Geschichte von Dr.
Frankenstein, der ein Monster erschafft und der sich daraus ergebene
Kampf der beiden, ist wohl jeden schon einmal begegnet. Ich finde es
immer spannend, solche Text zu lesen und zu erkunden, was Film und
Popkultur im allgemeinen daraus gemacht haben. In diesem Fall ging,
meiner Meinung nach, viel von der Ursprungsidee verloren. Denn im
Buch werden so viele wichtige Fragen gestellt, wie zum Beispiel die
nach wahrer Menschlichkeit, nach dem Sinn von Rache und Sehnsucht.
Frankenstein´s Monster hat mehr Seele, als gut für es ist. Seine
Entwicklung zum denkenden, fühlenden und sich selbst bewussten Wesen
hat mich sehr berührt. Im Film ist Frankenstein´s Monster oftmals
nur einen schlurfenden Koloss, das hat es einfach nicht verdient.

Victor war mir oftmals etwas zu weinerlich, aber vermutlich wäre
ich das auch, wenn meine Familie von einer Kreatur bedroht wird, die
ich selbst erschaffen habe. Außerdem verwehrt Frankenstein dem
Monster eine Begleiterin, dies verschärft den Konflikt der Beiden
Zusehens.



Letzte Nacht in Twisted River von John Irving *
Genre: Gegenwartsliteratur, Seitenzahl 736, Erscheinungsjahr 2012,
 Ι 5 Sterne

John Irving ist einer meiner liebsten Autoren und mit diesem Buch hat er das auch einmal wieder bestätigt!

Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen. Ich mag den subtilen Humor, ich mag die realistischen und doch skurrilen Charaktere und ich mag die klugen, humorvollen, feinfühligen Geschichten, die John Irving auf seine ganz besondere Art schreibt.

Hier haben wir wieder einmal eine Lebensgeschichte – nämlich die von Daniel Bacialupo. Mir fällt es schwer diese zusammenzufassen. Nicht weil übermäßig viel passiert (John Irvings Geschichten sind oftmals sehr langsam erzählt) sondern weil ich der Fassettenreichtum, der sich um Daniel´s Lebensgeschichte spinnt, so vielfältig ist, dass ich dem nicht gerecht werden kann. 
Diese Geschichte ist eine wunderbare Mischung aus Liebe, Hass, Freundschaft, Naturverbundenheit, Tragik, Humor.

 

die standhafte Lady von Daphne du Maurier
Genre: Roman, Seitenzahl 286, Erscheinungsjahr 1976 Ι 4 Sterne

Dieses Buch war eine Fund aus der Buchtelefonzelle und ich habe es mitgenommen, weil mir „Rebecca“ von Daphne du Maurier gut gefallen hat. „Die standhafte Lady“ war nicht so eindrücklich aber trotzdem lesenswert.

Die USA vereinigt sich, in diesem Buch, mit Großbritannien zu einen atlantisches Bündnis. Die Einwohner von Cornwell widersetzten sich dieser Vereinigung und spüren die Konsequenzen dieses Widerstands. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Emily und ihrer Familie. 

Es mag am Cover liegen, doch ich hatte immer ein leicht angestaubtes Gefühl beim lesen. Aber vermutlich liegt es einfach daran, dass die Geschichte etwas älter ist und die Übersetzung nicht die Neues. Die Geschichte von zivilen Ungehorsam (der Teilweise zu weit geht) und dessen Folgen fand ich doch sehr interessant. Doch konnte ich bis zum Schluss nicht genau identifizieren, wer nun wirklich „der Böse“ in dieser Geschichte ist.
Es hat mich gut unterhalten. Man merkt wie feinsinnig Daphne du Maurier ist und das sie einen herrlich subtilen Humor hat.

Rückblicken würde ich diesen Buch keine 4Sterne mehr geben, sondern eher 3,5 Sterne, da es mir doch nicht sehr im Gedächtnis geblieben ist.

 

Tage mit Gatsby von Josephine Nicolas *
Genre: Literaturbiografien, Seitenzahl 417, Erscheinungsjahr 2022,
 Ι 3 Sterne

Ich würde, dieses Art von Büchern, als mein Pendant zu
Liebesromanen bezeichnen. Und das meine ich ganz respektvoll. Denn
eigentlich lese ich keine Bücher in denen Liebesbeziehungen im
Vordergrund stehen. Bei F. Scott Fitzgerold (und letztes Jahr bei
Ernest Hemingway) mache ich da jedoch Ausnehmen. Denn mich
faszinieren die Fitzgerolds und die Zeit in der Sie lebten und
prägten. Somit war dieses Buch ein Muss.

Und zuerst habe ich es wirklich gern gelesen. Ich möchte Zelda,
ihr sehr extrovertiertes Wesen und ihre einzigartige Art die Welt zu
sehen. Leider wird sie in diesem Buch auch oft sehr infantil
charakterisiert.
Das Leben der echten Zelda Fitzgerold wird sich
zu einen sehr dramatisch entwickeln, vermutlich will sie eine sehr
kluge und selbstbewusste Frau war, darum fand ich die Art ihrer
Darstellung sehr eindimensional und ihre nicht würdig.
Da dieses
Buch keine Biografie ist, glaube ich, dass einiges zu Gunsten der
Geschichte dramatisiert wurde, denn vor zwei Jahren habe ich eine
Biografie über beide gelesen und fand die Darstellung und Handlungen
der Fitzgerolds weicht in „Tage mit Gatsby“ doch sehr ab.

Der Schreibstil ist aber wunderschön, kann aber nicht darüber
hinwegtäuschen, das wenig passiert und die Party und Ehestreitereien
sich scheinbar in Dauerschleife wiederholen.

Lady Orakel von Margaret Atwood*
Genre: Gegenwartsliteratur, Seitenzahl 416, Erscheinungsjahr 2017
als E-Book gelesen Ι 3,5 Sterne.

Dieses Geschichte war unerwartet, denn was der Klappentext verrät, ist nur ein Minimum dessen, was sich hier vor dem Leser ausbreitet. Es geht um ein traumatisches, ablehnendes Mutter-Tochter-Verhältnis, jede Menge Selbstzweifel, Männer-Frauen Beziehungen, Sexualität, Aktivismus, Politi8k, Kunst und vieles mehr. Im Zentrum steht die unsichere Protagonistin Jean Foster. Wir bekleiden ihre Kindheit und ihr Erwachsenen Leben und beobachten Ihren Wandel und ihre verworrenen Beziehungen zu ihren Eltern, zu Männern und sich selbst.

Wieder ein Buch, das mir so viele Denkanregungen gegeben hat, zum Beispiel in Bezug auf Weiblichkeit, Politik und Selbstfindung in unserer Welt (obwohl Jean dafür nicht gerade das beste Beispiel ist). Es ist faszinierend wie Atwood ihre Geschichten spinnt und mit welchen Blick sie ihre Figuren auf ihre Umgebungen schauen lässt.

Die 3,5 Sterne habe ich dem Buch gegeben will ich etwas anderes Erwartet hatte, doch rückblickend war dieses Buch wirklich sehr lesenswert.

Der Tod und das dunkle Meer von Stuart Turton *
Genre: Historische Kriminalromane & Mystery, Seitenzahl 608, Erscheinungsjahr 2021, Ι 4 Sterne

 

Oh, eins meiner Lieblingsbücher dieses Jahr! Zum Ende dieses Jahres hin, hatte ich eine ausgeprägte Horror und Mystery Lesephase und dafür war dieses Buch perfekt. Ein Krimi, wie auf dem Cover angepriesen, ist dieses Buch in meinen Augen aber nicht.

Es geht um ein Schiff, das vielleicht verflucht ist und um seine Passagiere, die versuchen das Rätsel um den Fluch zu lösen. Die ganze Geschichte spielt fast ausschließlich auf dem Schiff Saardam und dieses beengte Setting, hat mir sehr gut gefallen. Dann, da die Passagiere das Schiff nicht einfach so verlassen können und somit den Geschehnissen ausgeliefert sind, macht alles noch viel bedrohlicher. Es passieren jede Menge mysteriöse Dinge, für die es augenscheinlich keine Erklärung gibt. Zwar gibt es Jemand, der das Geheimnis um den Fluch vielleicht lösen könnte, doch der sitzt im Bach des Schiffes im Gefängnis.
Ich habe richtig mitgefiebert und war sehr auf das Ende gespannt. Dieses wirkt jedoch etwas an den Haaren herangezogen und wenig glaubwürdig. Da dieses Buch für mich aber sowieso eher ein Fantasy-Roman war, war das für mich kein Problem.

 

Du hättest gehen sollen von Daniel Kehlmann*
Genre: Horror, Seitenzahl 96, Erscheinungsjahr 2016,
als E-Book gelesen Ι 5 Sterne

Oh mein Gott, habe ich mich gegruselt! Darum habe ich dem Buch auch das Genre Horror zugewiesen und nicht Fiktion, was die offizielle Genre Bezeichnung wäre.

Ich mag keine kurzen Bücher. Den in diesen kann ich kaum eine Beziehung zu den Charakteren im Buch aufbauen und somit packt mich die Geschichte oft nicht. „Du hättest gehen sollen“ ist seeeehr kurz und die Geschichte hat mich seeeehr gepackt. Es geht um ein klassisches Setting: eine Familie fährt in ein abgelegenes Haus und erlebt dort Spukphänomene. Der Spuk ist auch nicht neu erfunden worden und basiert eher auf bekannten Motiven. Die einzelnen Gruselelemente sind aber sehr eindringlich beschrieben und fügen sich sehr gut in die Geschichte ein und auch die Atmosphäre ist einmalig und hat mich doch sehr gegruselt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das Buch ganz verstanden habe, denn nicht alle Handlungen waren für mich nachvollziehbar und das Ende einfach sehr offen. Aber sehr beklemmend und düster. Ich wusste oftmals nicht ob der Protagonisten die Geschehnisse wirklich erlebt oder sie sich nur einbildet. Da das Buch oft so surreal wirkt.

Verdächtige Geliebte von Higo Higashino *
Genre:Krimi, Seitenzahl 320, Erscheinungsjahr 2014, Ι 3 Sterne

Eins vorweg: ich bin kein Krimileser. Deswegen kommt das Buch vielleicht etwas schlechter weg, als es es eigentlich verdient hat. Denn der Plott – Twist dieses Buches ist genial.

 

Ich wollte mal wieder etwas asiatisches lesen und bin auf dieses Buch gestoßen. Das Besondere ist, dass wir bereits am Anfang erfahren, wer der Mörder ist und warum die Tat begangen wurde. Das spannende hier ist, wie dieser Mord vertuscht wird, wie Alibis erschaffen werden und das geistige Duell zweier sehr intelligenter Menschen.

Die asiatische Literatur ist eine, zu der ich bisher nur bedingt Zugang gefunden habe und auch dieses Buch konnte das Eis zwischen uns nicht wirklich brechen, trotzdem ist es ein gutes Buch. Es braucht etwas bis es an Fahrt gewinnt aber vermutlich auch für Krimileser etwas besonderes. Ich möchte die Atmosthäre, die besonders in den Verhörszenen sehr bedrohlich auf mich wirkte und ich möchte den beschriebenen Alltag und die Verhaltensweisen, die in Japan gepflegt werden. 

Das Buch ist übrigens der Auftakt einer Reihe. Ich werde sie nicht weiter lesen, aber das Buch wird mir in guter Erinnerung bleiben.



Das war eine Auswahl meiner gelesenen Bücher 2022.  Ich hoffe, es war der ein oder andere Lesetip für dich dabei. Um meine Meinung vielleicht etwas besser einschätzen zu können, findet ihr hier unten noch mein Sterne – Bewertungssystem.

Schreibt mir gerne was Ihr so lest.

mein Bewertungssystem


Abbruchkandidat

Bücher, die Ich nicht gut fand, aber die ich zu Ende gelesen habe

gute Unterhaltung, ohne bleibenden Eindruck

richtig gute Leseerfahrung

richtig gute Leseerfahrung mit besonderem Etwas

Ich wünsche euch jede Menge Fantasie

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