Zeichnen + Inspiration – so findest du deine Motive und was Jon Snow damit zu tun hat.

HalloHallo,

Die eine Frage, die bei uns Zeichner immer wieder aufkommt ist : „Was soll ich nur zeichnen?“ und das ist nicht immer so einfach zu beantworten, denn manchmal will die Muse uns einfach nicht küssen. Aber manchmal küsst sie doch. Mich hat sie neulich vor dem Fernseher erwischt und in diesen Post, möchte ich mal versuchen diesen Gedankengang zu beschreiben.

Alles begann mit der ersten Folge Games of Thones, die ich je gesehen haben – Folge 1 oder 2 (?) von Staffel 7. In dieser Folge sieht man relativ zu Beginn Jon Snow, wie er mit seinem riesen Pelz und gebeugter Haltung in einem kargen Saal steht. Besonders Pelz und Haltung haben es mir sofort angetan. Mein Auge hat jedoch in diesen beiden Dingen vielmehr einen Buckel gesehen. Das liegt vielleicht daran, dass ich Buckel eine ganze Zeit lang sehr gerne gezeichnet habe und mich dieses Bild von Jon Snow einfach daran erinnert hat. Unabhängig davon müsste ich auch gleich an Cruella De Vil denken – nicht sehr verwunderlich, wie ich finde :D. Interessant ist aber trotzdem, wie das Gehirn so seine Assoziationen findest. Und so entstand aus Fell, Haltung, Jon Snow und Cruella De Vil ziemlich schnell, das Bilder einer Großen buckligen Frau.

Umsetzung

 

So, ich hoffe dieser Post konnte dir verdeutlichen, wie ich manche Motive finde. Natürlich sind es oft ganz unterschiedliche Wege und viele kann ich auch nicht erklären. Aber diesen könnte ich erklären und ich freue mich ihn hier mit dir zum teilen.

Zusammenfassung

Punkt 1: Zuerst einmal musst ein Objekt erst einmal deine Aufmerksamkeit erregen. Da ich Games of Thones sonst nicht schaue, gab es hier ziemlich viel Neues für mich zu entdecken und als Zeichner ist man ja stets auf der Suche nach Neuem.

Punkt 2: Assoziation ist das A und O. Wenn etwas unsere Aufmerksamkeit erregt hat, beginnt der kreative Prozess. Entweder können wir das Objekt einfach abzeichnen, oder wir interpretieren es neu. Dabei helfen uns unsere Erfahrungen, unser Wissen und die Dinge die wir schon kennen.

Punkt 3: Zeichnen. Punkt 1 und 2 könnten sehr schnell im Kopf passieren, doch dann beginnt der eigentliche Erschaffungsprozess. Die Figur, die im Kopf entstanden ist, will nun raus. Also geht´s ans Zeichnen. Doch oftmals kommen viele Ideen erst nachträglich wenn man schon mitten drin ist. Da ich mich hier, zum Beispiel,  von einer groben zu einer detaillierten Figur vorarbeite, sind viele Formen zuerst nur Platzhalter, die im Laufe des Zeichnen ihre richtige Form erhalten. Innerhalb dieses Prozesses können sie sich noch einmal stark  verändern und so wird aus einen geplanten Buckel vielleicht wieder ein Pelz.

Ich hoffe das war nun nicht zu theoretisch und dieser Post kann euch helfen, wenn du das nächste Mal vor der Wahl stehst, was du zeichnen könntest.

Ich wünsche euch jede Menge Fantasie

 

 

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Ich zeichne mit:
einen Druckminenbleistift von Faber-Castell

Knetgummi von Faber-Castell

LYRA Bleistiftset

Skizzenbuch A3

Ich verwende zum Zeichnen:
Wacom One Grafiktablett schwarz Medium

Wacom ACK-20003 Felt Pen nNibs für Intuos4 (5er Pack)

Ich verwende zum Drucken/Scannen
HP Photosmart 5520 e-All-in-One Tintenstrahl Multifunktionsdrucker

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Comments: 2

  1. A Girl Has No Name says:

    Sehr cooler Beitrag :D Mich hat eins ein oller Blumentopf zu einer Landschaftsmalerei inspiriert!
    Assoziation und Fantasie können jede kahle Fläche im Nu verschwinden lassen.

    • Rebecca says:

      …Ein Blumentopf? Wie Cool :) Schön das dir der Post gefallen hat. Ich bin auch immer begeistern, was mit etwas Fantasie alles entstehen kann.

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