so entsteht ein Bild – Posen entwickeln und zeichnen

HalloHallo,

Heute soll es um das entwickeln von Posen gehen. Ich zeichne oft drauf los und konstruiere das Bild während es entsteht. Wenn ich schon ein genaues Bild im Kopf habe, klappt das auch ganz gut. Natürlich sieht das Bild in meinem Kopf oft anders aus als, das was ich zu Papier bringe, aber es ist trotzdem eine gute Richtlinie.  Doch manchmal reicht diese Richtlinie nicht aus. Wie zum Beispiel neulich als ich Rogette Whitmore zeichnete. Sie ist ein Charakter aus  dem Buch „Sara“  von Stephen King und ich fand sie sehr faszinierend und gleichzeitig unglaublich unsympathisch. Aber wie das mit Stephen King so ist, schafft er es immer spielend leicht, Charaktere ganz plastisch in meinem Kopf entstehen zu lassen und so wollte ich unbedingt Rogette zeichnen.

Mein erster Versuch war dieser:

Ich habe sie zwar ziemlich überspitzt und etwas deformiert dargestellt aber besonders das Gesicht kommt meiner Vorstellung von ihr doch sehr nah. Allerdings war mir ihre Pose etwas zu statisch. Denn ich wollte sie in einer Situation zeigen, in der sie Steine auf den Protagonisten wirft. Leider sind dynamische Posen immer etwas schwierig für mich und erfordern etwas mehr Planung.

Posen planen und entwickeln

Wenn ich eine Pose entwickle (Sorry, das hört sich viel hochtrabender an, als es ist) beschränke ich mich zuerst auf ganz rudimentäre Strichmännchen, die mal mehr, mal weniger ausgearbeitet sind. Sie sind ein super Einstieg, da sie schnell gezeichnet sind und man direkt sieht was funktioniert und was nicht. Ich zeichne sie ganz unterschiedlich. Go with the flow und so. Wichtig finde ich hier nur, das man sich kurz Gedanken über Schultern und Becken macht. Denn hier liegt das Potenzial für jede Pose. Je mehr sie gegeneinander gestellt sind, wie beim ersten Männchen, umso bewegter wirkt der Körper, das sieht man gut im Vergleich mit dem vierten Männchen.

Von diesen Gesellen zeichne ich so viele wie möglich, denn man merkt schnell, wie viele Möglichkeiten es gibt und wie sehr sich eine Pose durch Kleinigkeiten, wie ein anders gekipptes Becken verändern. …und irgendwie macht es auch einfach Spaß und ist eine Herausforderung sich immer wieder etwas Neues auszudenken.

Aber irgendwann will man einfach „mehr“ und so beginnt die Phase der detaillierteren Zeichnungen. Ich habe aus meinen Strichmännchen eine Auswahl getroffen oder auf Grund der Erkenntnisse aus den Skizzen neue Figuren entwickelt. Diese Figuren bekommen jetzt schon etwas mehr Aufmerksamkeit als die vorherigen und werden genauer gezeichnet. Manchmal schaffen es diese Figuren schon zur Vollendung und manchmal sind sie einfach eine weitere Zwischenstation um sich der finalen Pose anzunähern. Das klingt jetzt vielleicht sehr Zeit aufwendig, aber das ist es eigentlich nicht. Natürlich kommt es auf die Anzahl eurer Skizzen an aber ich habe bis zu diesen Punkt vielleicht 10 – 15 Minuten benötigt und das finde ich doch ganz ok.  Mein Favorit ist jetzt übrigens Nummer 2 geworden und diesen zeichne ich nun noch einmal in groß und mit zusätzlichen Details.

Meine zweite Rogette ist nun um einiges dynamischer als Nummer eins. Mir gefällt zwar das Gesicht der ersten etwas besser, da es einfach meiner Vorstellung mehr entspricht aber die Pose passt.

So ihr Lieben, dass war es für heute. Ich hoffe dieser Post konnte euch etwas helfen, wenn ihr selbst neue Posen sucht oder wenn ihr euren Figuren etwas mehr Schwung geben wollt.

Ich wünsche euch jeden Menge Fantasie und bis zum nächsten Post.

 

 

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Ich zeichne mit:

4 PITT artist pens Black von Farber Castell

schwarze  Zeichentinte

Wassertankpinsel

einen Druckminenbleistift von Faber-Castell

Knetgummi von Faber-Castell

LYRA Bleistiftset

Skizzenbuch A3

Skizzenbuch A4

 

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