Kreativitätskiller – so kannst du Ihnen entgehen und kreativer werden

Hallo Hallo.

Es regnet. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen. Hier und da rollt eine einsame Steppenhexe über die kahlen Felder und da wo sich eigentlich ein paradiesischer Wald, mit exotischen Fabeltieren erheben sollte, herrscht Ödnis. Was ist denn da los? Eigentlich sollte hier, in den Tiefen meines Kopfes ein Feuerwerk stattfinden, doch statt dessen herrscht Leere. Weit und breit zündet kein kreativer Funken.

Nach dem ich mich neulich mit Methoden beschäftigt habe wie man, die Kreativität ankurbeln, geht es heute genau um das Gegenteil. Was verhindert Kreativität?

Vielleicht kennst du das ja, eigentlich sprudelst du vor Kreativität aber in manchen Zeiten, plätschert diese Quelle nur noch leise vor sich hin oder du hast eine vage Vorstellung von deinem nächsten Projekt aber dir fehlen die Ideen, um es mit ein paar passenden Details zu vervollständigen.

Kreativitätskiller oder Kreativitätshemmer gibt es viele, und ich beobachte auch an mir oft wie sie sich einschleichen. Doch zum Glück gibt es Methoden sie zu entlarven und ihnen zu entgehen.

 

1. Schlafmangel

Schlafmangel ist etwas seltsames, das kann sicher jeder Bestätigen, der schon mal damit zu tun hatte. Denn unser Gehirn reagiert auf Müdigkeit genauso wie auf Alkohol. Durch beide wird das Frontalhirn gehemmt. Dieser Teil des Gehirns ist für  die Gedächtinsverarbeitung, für das Planen, das Bewerten und die emotionalen Zusammenhänge verantwortlich. Wenn dieser Teil des Hirns beeinträchtigt ist, treibt der Rest sein Unwesen. Das analytische Denken stagniert und  es werden Inhalte miteinander verknüpft, die nicht zusammen passen. Das kann zu neuem kreativen Input führen, leider kann ich diesen Vorgang bei mir nur selten beobachten, wenn ich müde bin, schlafe ich meistens einfach ein.

Zu wenig schlaf kann aber auch das Genaue Gegenteil bewirken, denn generell gilt, wer gut und ausreichend  schläft ist leistungsfähiger, kreativer und konzentrierter, dass wiederum kann ich bei dir selbst beobachten. Denn auch im Schlaf arbeitet unser Gehirn und sucht nach Lösungen, für Fragen die du dir tagsüber stellst. Vielleicht kennst du es ja auch, dass du mitten in der Nacht mit einer guten Idee erwachst oder dir das Lösen einer Aufgabe viel leichter fällt, wenn du “darüber geschlafen hast”.

Wenn ich nicht genügend schlafe, arbeitet mein Hirn nur mit halber Energie, es reicht zwar für alltägliche Arbeiten aber, kreative Höchstleistungen schafft es nicht.

Was bei mir jedoch super funktioniert, aber nicht unbedingt so empfehlenswert ist, ist das Nachtarbeiten. Manchmal fallen mir schon um 9Uhr die Augen zu und ich schlafe wie ein Baby, jedoch öffnen sich meine Augen zwischen 2-3Uhr wieder und ich bin hell wach, dann fällt es mir sehr schleicht kreativ zu werden. Denn ich habe Energie und die Stille am frühen Morgen gibt mir das Gefühl zwischen den Welten zu sein.

Also zusammenfassend kann ich sagen, etwas Müdigkeit kann die Kreativität fördern zu viel killt sie –  wie bei vielem im Leben ist das richtige Maß und das richtige Timing ausschlaggebend.

2. Angst

ein weiteres, nicht sehr hilfreiches Gefühl ist die Angst, natürlich kann Angst auch ein Antrieb sein, aber wenn die Angst zu groß wird, hemmt sie dich und deinen Ideenfluss. Manchmal muss man einfach etwas Mut haben um kreativ zu sein. Fragen wie:  Kann ich das so Zeichnen? Kann ich dieser Grafik jene Elemente hinzufügen? Gefällt dem Kunden meine Arbeit … sind einschränkend aber unsere Kreativität möchte sich frei entfalten.

Du beraubst dich deines eigenen Potenzials, wenn du dich zu oft und drastisch selbst einschränkst. Es ist natürlich immer eine Streitfrage, wie weit kann, darf und muss Kunst/Design gehen. Das ist aber ein Blogartikel für sich. Für deine Kreativität ist es jedoch unablässlich dich, weitestgehend  frei von sozialen und gesellschaftlichen Zwängen zu machen.

Ich hatte oft  Angst meine Ideen offen preis zu geben, da sie mir oft als nicht gut genug erschienen und ich mich mit anderen “viel inovativeren” Ideen verglichen habe. Dabei sind mir sicher einige potenzielle Geistesblitze durch die Hände geglitten. Zensiere deine Ideen also nicht, schon gar nicht, wenn sie noch nicht einmal richtige Formen angenommen haben. Du kannst sie auf dem Weg zur fertigen Arbeit immer noch verändern und weiter entwickeln. Gestaltung ist ein Weg, denn du von beginn an so frei wie möglich beschreiten sollst.

Es ist also wichtig die eigene Selbstzensur zu überwinden und sich zu erlauben aus der Reihe zu tanzen, denn innerhalb  der ausgetretenen Pfade gibt es nicht viel neues.
Darum entwickle deine Idee, egal ob du sie für zu banal oder für zu verrückt hältst.

 

3. Zeitdruck

Kannst du auf Knopfdruck kreativ sein? Unter Zeitdruck eine Idee auszubrüten gelingt nur wenigen, denn dein Körper wird unter Zeitdruck Stress ausgesetzt und darauf regiert er wie auf eine reale körperliche Bedrohung. Es heißt zwar Not macht erfinderisch aber in diesen Fall bewirkt es das Gegenteil. Denn unter Zeitdruck bist du nicht frei und deine Kreativität kann nicht fließen außerdem hast du kaum Zeit verschiedene Ansätze auszuprobieren und kannst so nicht aus den vollen schöpfen.

Doch ganz ohne Zeitdruck geht es für manche auch nicht. Wenn deine Idee mit keiner Deadline verbunden ist, fällt das anfangen schwer. Man ist zum Aufschieben verführt und hat wenig Ansporn.

Zeitdruck kann also auch motivierend sein. Ich finde es anregend unter leichtem Druck zu arbeiten, dann konzentriere ich mich besser und schweife nicht ab. Meine Priorität liegt auf dem Projekt und alle meine Gedanken kreisen, entspannt aber konstant darum und mein Gehirn sucht nach der richtigen gestalterischen Lösung.

 

4. zu wenig Input

Ich bin der Meinung unser Inneres ist ein Quelle unendlicher kreativer Impulse, doch ohne vielseitigen Input von Außen entsteht wenig Neues. Wenn du immer nur das gleiche tust und deinen ausgetretenen Wegen folgst, kannst du deinem Gehirn wenig neues bieten und es dir im Umkehrschluss auch nicht. Spannenderweise musst du dazu nicht gleich einer neuen Religion beitreten oder dich einer Ornithologen-Gruppe anschließen. Einfache Änderungen im Alltag reichen für den Anfang, schaue dir zum Beispiel Dokus über ein dir noch unbekanntes Themengebiet an, geh mal wieder Radfahren, Joggen oder Schwimmen oder putze mit links deine Zähne.

Unser Gehirn braucht immer wieder neue Anreize und das ist wunderbar, du kannst dich also auch ganz entspannt einem deiner  Hobbies widmen und bekommst dadurch vielleicht von einer ganz ungewohnten Seite einen Geistesblitz für deine kreative Arbeit.
Woody Allen hat das ganz passend auf den Punkt gebracht:

Für mein kreatives Pensum gehe ich unter die Dusche

Wichtig ist, dass du deinem Gehirn Abwechslung und neue Eindrücke bietest, so kann sich das Gehirn aus verschiedenen Themenkreise bedienen und neue Verknüpfungen aufbauen.

So das waren ein paar Kreativitätskiller, denen du hoffentlich in Zukunft entgehen wirst. für mich ist Punkt 4 am wichtigsten und ich versuche regelmäßig für neuen Input zu sorgen. Was ist dein Weg um Kreativkillern zu entgehen oder wie sorgst du für Abwechslung im Kopf?

 

Ich wünsche dir jede Mange Fantasie. r.

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